Social Freezing ermöglicht es Frauen, unbefruchtete Eizellen vorsorglich einfrieren zu lassen und den Kinderwunsch auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Eine der wichtigsten Fragen vor der Entscheidung lautet: Was kostet Social Freezing in der Schweiz – und übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten?
Die kurze Antwort: Social Freezing aus persönlichen oder sozialen Gründen wird in der Regel selbst bezahlt. Die obligatorische Grundversicherung übernimmt die Kosten normalerweise nur dann, wenn eine medizinische Indikation vorliegt, zum Beispiel vor einer fruchtbarkeitsschädigenden Krebsbehandlung. Die tatsächlichen Kosten hängen davon ab, wie viele Untersuchungen, Medikamente, Behandlungsschritte und Lagerjahre notwendig sind.
Im Kinderwunschzentrum fertisuisse beraten wir Sie an unseren Standorten in Basel und Olten transparent zu den medizinischen, organisatorischen und finanziellen Fragen rund um das Einfrieren von Eizellen.
Was gehört zu den Kosten beim Social Freezing?
Zu den Kosten beim Social Freezing gehören verschiedene medizinische, labortechnische und logistische Positionen, die weit über das eigentliche Einfrieren der Eizellen hinausreichen. Bereits im Vorfeld fallen Aufwendungen für die eingehende Erstberatung, die strukturierte ärztliche Aufklärung sowie für die notwendigen gynäkologischen Ultraschalluntersuchungen und Hormonanalysen zur Bestimmung der ovariellen Reserve an. Ein wesentlicher Teil der Kosten beim Social Freezing entfällt anschließend auf die Phase der hormonellen Stimulation, welche neben den engmaschigen Kontrollterminen zur Überwachung des Follikelwachstums auch die herstellerspezifischen Medikamente zur Anregung der Eierstöcke umfasst.
Für die eigentliche Eizellentnahme unter Sedierung oder Narkose fallen sowohl ärztliche Honorare als auch OP-Kosten an, gefolgt von den hochspezialisierten Laborleistungen im IVF-Labor. Hierzu zählt insbesondere die Vitrifikation, also das blitzschnelle Einfrieren der Eizellen in flüssigem Stickstoff, woraufhin eine jährliche Gebühr für die sichere Kryolagerung erhoben wird. Sollten die Eizellen zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich genutzt werden, müssen zudem die Kosten für das Auftauen, die künstliche Befruchtung mittels ICSI-Verfahren und den anschließenden Embryotransfer einkalkuliert werden, weshalb sich die konkreten Gesamtkosten immer erst nach einer individuellen medizinischen Einschätzung an unseren fertisuisse Standorten in Basel und Olten seriös beziffern lassen.
Wie hoch sind die Kosten für Social Freezing in der Schweiz?
In der Schweiz liegen die Kosten für einen Social-Freezing-Zyklus häufig im Bereich von mehreren tausend Franken. Je nach Zentrum, Medikamentenbedarf und Anzahl gewonnener Eizellen können sich die Gesamtkosten unterscheiden.
Als grobe Orientierung sollte man bei Social Freezing in der Schweiz mit folgenden Kostenblöcken rechnen:
Behandlungszyklus: mehrere tausend Schweizer Franken
Medikamente: zusätzlich abhängig von Dosierung und individueller Reaktion
Lagerung: jährliche Lagergebühr für die kryokonservierten Eizellen
Spätere Nutzung: zusätzliche Kosten für Auftauen, Befruchtung und Embryotransfer
Entscheidend ist nicht nur der Preis pro Zyklus, sondern auch die Frage, wie viele reife Eizellen gewonnen werden können. Manchmal reicht ein Behandlungszyklus aus. In anderen Fällen kann ein weiterer Zyklus sinnvoll sein, um die Chance auf eine spätere Schwangerschaft zu erhöhen.