FAQ

In unseren FAQ finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um Kinderwunsch, Fruchtbarkeit sowie moderne Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten für Frauen und Männer. Unser Ziel ist es, Sie verständlich, transparent und einfühlsam auf Ihrem Weg zum Wunschkind zu begleiten – von den ersten Informationen bis zur individuellen Therapie in unserer Kinderwunschklinik.

Die in den FAQ dargelegten medizinischen Empfehlungen dienen als Orientierung und allgemeine Aufklärung. Sie ersetzen aber keine individuelle medizinische Beratung durch unsere Ärztinnen und Ärzte. Unsere Therapievorschläge sollten immer im direkten Gespräch bestätigt werden.

Bei akuten Beschwerden oder in Notfällen sollten Sie Sich auf einer Notfallstation in Ihrer Nähe melden. Bei dringenden Fragen können Sie Sich in Randzeiten auch auf unserem Diensttelefon +41 79 5520531 melden.

Einstieg & Orientierung

Wann sollte man ein Kinderwunschzentrum aufsuchen?

Wenn eine Schwangerschaft trotz regelmässigen ungeschützten Geschlechtsverkehres über sechs bis zwölf Monate ausbleibt, ist eine medizinische Abklärung sinnvoll. Frauen über 35 Jahren wird empfohlen, bereits nach sechs Monaten Kontakt aufzunehmen, da die Fruchtbarkeit mit dem Alter deutlich abnimmt. Bei bereits bekannten Fruchtbarkeits-Problemen sollten Sie Sich auch bereits früher melden (Bsp. Zyklusstörungen, Sexualfunktionsstörungen, eingeschränkte Spermienqualität oder andere).

Was passiert beim ersten Termin?

Beim Erstgespräch geht es um eine ausführliche Erhebung Ihrer Krankengeschichte. Dabei sprechen wir über den bisherigen Kinderwunschverlauf, eventuell vorhandene Vorbefunde, frühere Schwangerschaften oder Fehlgeburten, Zyklusverlauf, Lebensstil und die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs. Auf Basis dieses Gesprächs planen wir individuell weitere Abklärungen oder Therapien.

Wie kann ich mich auf einen ersten Termin vorbereiten?

Bitte bringen Sie vorhandene medizinische Unterlagen (z. B. Hormonwerte, Operationsberichte, frühere Diagnosen) mit. Es hilft, wenn Sie Ihre Zyklusdaten und Fragen, die Sie beschäftigen, vorab notieren. Kommen Sie, wenn möglich, als Paar – so können wir Ihre Situation ganzheitlich erfassen.

Kinderwunsch, Ursachen & Diagnostik

Welche Untersuchungen sind am Anfang notwendig?

Zu Beginn erfolgen meist eine gynäkologische Untersuchung, Hormonanalysen, eine Ultraschallkontrolle der Eierstöcke und Gebärmutter sowie eine Spermienanalyse beim Mann. Je nach Befund können weitere spezifische Abklärungen folgen.

Was bedeutet „ungeklärte Infertilität“?

In rund 20 Prozent der Fälle lässt sich trotz ausführlicher Diagnostik keine eindeutige Ursache für den ausbleibenden Kinderwunsch finden. In solchen Situationen sprechen wir von idiopathischer oder ungeklärter Infertilität. Auch hier stehen verschiedene Behandlungsstrategien zur Verfügung.

Welche Rolle spielen Alter und Lebensstil bei der Fruchtbarkeit?

Das Alter, insbesondere der Frau, ist ein entscheidender Faktor. Die Eizellqualität und die Anzahl Eizellen sinken ab Mitte 30 deutlich. Auch Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Alkohol, Stress und Schlafmangel können die Fruchtbarkeit bei beiden Partnern negativ beeinflussen.

Was ist eine Hycosy und eine Hydrosono?

Bei Kinderwunsch ist es wichtig die Form der Gebärmutterhöhle, die Struktur der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) und die Durchgängigkeit der Eileiter zu untersuchen. Bei einer Hydrosonografie (kurz: Hydrosono oder Wasserultraschall) untersucht man vor allem die Form der Gebärmutterhöhle und die Struktur des Endometriums. Bei einer HYCOSY (Hysterosalpingo-Kontrastsonografie oder Eileiterüberprüfung) untersucht man zusätzlich die Eileiterdurchgängigkeit. In den meisten Fällen werden beide Untersuchungen kombiniert im Rahmen eines diagnostischen Zyklus durchgeführt.
Ablauf: Zuerst wird eine vaginale Ultraschalluntersuchung gemacht. Danach wird ein Spekulum eingelegt, um den Gebärmutterhals zu sehen und gegebenenfalls einen Abstrich zu machen – genau wie bei einer gynäkologischen Untersuchung im Rahmen der Jahreskontrolle. Ein feiner Katheter wird in den Gebärmutterhals eingelegt. Das spürt man in der Regel gar nicht. Durch diesen Katheter wird zuerst Kochsalzlösung in die Gebärmutterhöhle gespült (Hydrosono). Danach wird eine schaumige Flüssigkeit gespritzt. Die kleinen Luftbläschen in der schaumigen Flüssigkeit sind in der Ultraschalluntersuchung sehr gut sichtbar. Wenn die Eileiter offen sind, kann man gut beobachten, wie die winzigen Luftbläschen durch den Eileiter wandern und in der Nähe des Eierstocks in den Bauchraum entweichen. 

Die Untersuchung ist in aller Regel gut verträglich und schmerzarm. Es entsteht nicht selten ein kurzdauerndes Druckgefühl, welches wie Menstruationsbeschwerden beschrieben wird. Die Intensität ist nicht vergleichbar mit anderen Methoden der Eileiterüberprüfung ( wie z.Bsp. HSG).

Was ist POR

POR ist die Abkürzung für poor ovarian response, auf Deutsch vermindertes Ansprechen der Eierstöcke auf eine hormonelle Stimulation. Werden weniger als fünf Eizellen gewonnen, spricht man von poor ovarian response. Oft kann Ihre Ärztin/Ihr Arzt bereits bei den Voruntersuchungen erkennen, ob bei einer hormonellen Stimulation mit einem verminderten Ansprechen der Eierstöcke gerechnet werden muss. Gelegentlich tritt ein vermindertes Ansprechen der Eierstöcke auf die Stimulation auch überraschend auf.

Familienmodelle & rechtlicher Rahmen Fragen zu

Werden gleichgeschlechtliche Paare bei fertisuisse behandelt?

Ja, seit Einführung der „Ehe für alle“ dürfen lesbische Ehepaare in der Schweiz eine Samenspende in Anspruch nehmen. Wir beraten gleichgeschlechtliche Paare umfassend über rechtliche und medizinische Aspekte und begleiten sie durch den gesamten Behandlungsprozess.

Können alleinstehende Frauen bei fertisuisse behandelt werden?

Gemäss geltendem Schweizer Recht ist eine Samenspende nur für verheiratete Paare erlaubt. Alleinstehende Frauen können daher aktuell nicht in der Schweiz behandelt werden, wir beraten jedoch gerne über seriöse Auslandsoptionen und unterstützen mit medizinischer Diagnostik.

IVF, ICSI, Insemination & Labor

Welche Behandlungsmöglichkeiten werden bei fertisuisse angeboten?

Wir bieten alle gängigen Formen der assistierten Reproduktion an, darunter innovative hormonelle Stimulationsbehandlungen, Inseminationen (IUI), Inseminationen mit Samenspenden, In-vitro-Fertilisation (IVF), intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI und Präimplantationsdiagnostik. Wir führen auch operative Behandlungen wie Hysteroskopien und Laparoskopien durch. Die Auswahl der Therapie hängt von der jeweiligen Diagnose und Situation ab.

Ist eine Kinderwunschbehandlung mit Risiken verbunden?

In unserem Kinderwunschzentrum in Olten und Basel legen wir grössten Wert auf Sicherheit. Hormonbehandlungen und invasive Eingriffe wie die Eizellentnahme werden sorgfältig überwacht. Dennoch können in seltenen Fällen Nebenwirkungen wie Überstimulation auftreten – wir klären Sie vor Therapiebeginn umfassend auf.

Wie lange dauert eine Behandlung?

Die Dauer hängt vom gewählten Verfahren und der individuellen Situation ab. Eine IVF-Behandlung umfasst meist mehrere Wochen, einschliesslich hormoneller Stimulation, Eizellentnahme und Embryotransfer. In manchen Fällen sind mehrere Zyklen nötig, bis eine Schwangerschaft eintritt.

Was passiert, wenn die Behandlung nicht erfolgreich ist?

Ein negatives Testergebnis ist emotional sehr belastend. Wir bieten Ihnen jederzeit psychologische Unterstützung und besprechen gemeinsam die nächsten Schritte – sei es ein neuer Behandlungsversuch, ein alternatives Vorgehen oder gegebenenfalls die Verarbeitung des Abschieds vom Kinderwunsch.

Was passiert mit überzähligen Embryonen?

Überzählige Embryonen können im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen für weitere Behandlungszyklen verwendet oder – nach Rücksprache mit dem Paar – verworfen werden. Eine Verwendung für Forschung oder Spende ist in der Schweiz nicht erlaubt.

Darf ich nach einer Insemination oder einem Embryotransfer arbeiten?

Ja. Nach einer Insemination oder einem Embryotransfer können Sie normal arbeiten. Nicht zu arbeiten, hat keinen medizinischen Vorteil.

Welche Informationen erhalte ich vom Labor?

Am Tag der Eizellentnahme informiert Sie das Labor über die Anzahl der gewonnenen reifen Eizellen. Am Folgetag erhalten Sie Informationen darüber, wie viele Eizellen erfolgreich befruchtet wurden. Nach 5 bis 6 Tagen werden Sie über die Anzahl der kryokonservierten Embryonen informiert.

Was muss ich bei einem frischen Embryotransfer beachten?

Wenn ein frischer Embryotransfer geplant ist, erhalten Sie direkt nach der Eizellentnahme Ihren Transfertermin. Bitte erscheinen Sie mit voller Harnblase zum Termin. Das gelingt am besten, in dem man 1-2 Stunden vor dem Transfer die Blase entleert und danach einen halben Liter Wasser trinkt.

Was bedeutet Präimplantationsdiagnostik?

PGT (engl. preimplantation genetic testing) ist eine Labortechnik, die genetische Veränderungen des Embryos vor der Einnistung entdecken kann. Eine künstliche Befruchtung (IVF/ICSI-Therapie) ist Voraussetzung für die Durchführung einer genetischen Untersuchung an Embryonen. Es gibt zwei Arten der Präimplantationsdiagnostik. Bei PGT-A werden die Anzahl und Struktur der Chromosomen eines Embryos untersucht. Bei PGT-M wird eine spezifische Veränderung (Mutation) eines Gens im Erbgut des Embryos untersucht. PGT-M kann mit PGT-A kombiniert werden.

Alltag während und nach der Behandlung

Darf ich während einer Behandlung Sport machen?

Moderate Bewegung ist grundsätzlich empfohlen. Sehr intensive Sportarten – im sogenannten anaeroben Trainingsbereich - sollten jedoch auf maximal 2-3 Stunden pro Woche begrenzt werden – während der Behandlung und auch in der Schwangerschaft.
Bei Blutungen in der Frühschwangerschaft oder Beschwerden (Unterbauchschmerzen) und nach einer Operation oder Eizellenentnahme sollten Sie keinen Sport machen und zuerst ärztlichen Rat einholen.

Darf ich während einer Behandlung oder Schwangerschaft Geschlechtsverkehr haben?

Ja, bei einem problemlosen Verlauf ist Geschlechtsverkehr kein Problem. Bei Unterbauchschmerzen oder Blutungen in der Schwangerschaft oder nach einem Eingriff empfehlen wir, auf Geschlechtsverkehr zu verzichten und sich bei Unsicherheiten an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zu wenden. Während eines Auftauzyklus im natürlichen Zyklus sollten Sie immer verhüten.

Worauf sollte ich beim Reisen achten?

Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmässige Bewegung – besonders bei Flugreisen oder längeren Autofahrten. Während der Schwangerschaft empfehlen wir Reisen nur in Länder mit guter medizinischer Versorgung. Sie sollten auch nicht in Länder reisen, in denen Infektionen mit dem ZIKA Virus vorkommen. Bevor Sie eine Reise an eine exotische Destination planen, sollten Sie sich sicherheitshalber beraten lassen, z.B. durch das Schweizerische Tropeninstitut (www.swisstph.ch) oder auf der website des Center of Disease Control (www.cdc.gov – englische website)

Gibt es Ernährungsempfehlungen nach einer Behandlung (Inseminationstherapien und IVF-Therapie)?

Ja. Essen Sie möglichst ausgewogen und beachten Sie die gleichen Empfehlungen wie in der Schwangerschaft:

  • Früchte und Gemüse gründlich waschen
  • Kein rohes Fleisch oder rohen Fisch essen
  • Kein Alkohol oder Nikotin
  • Ausreichend Wasser trinken (ca. 2 Liter täglich)
  • Nur pasteurisierte Milchprodukte

Wie viel Kaffee oder Koffein ist erlaubt?

Bis zu 300 mg Koffein pro Tag gelten als unbedenklich. Das entspricht etwa 2–3 Tassen Kaffee über den Tag verteilt.

Darf ich meine Medikamente weiter einnehmen?

Notwendige Medikamente sollten nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt eingenommen werden. Manche Medikamente müssen bereits vor einer Schwangerschaft angepasst werden. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt immer über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Bitte informieren Sie uns auch über neu begonnene Medikamente.

Kann ich nach einer Behandlung reisen?

Nach einer Behandlung sind Reisen grundsätzlich möglich. Nach einer Eizellenentnahme sollten Sie 48 Stunden nicht verreisen. Wir empfehlen lange Flugreisen (> 6 Stunden) bis zum Schwangerschaftstest und während der ersten 12 Schwangerschaftswochen möglichst zu vermeiden.

Eizellentnahme (OPU) & Nachsorge

Darf ich nach einer Eizellentnahme arbeiten?

Am Tag der Eizellentnahme sollten Sie nicht arbeiten. Wenn Sie ein Arztzeugnis benötigen, nehmen Sie bitte Kontakt mit der zuständigen Ärztin oder dem zuständigen Arzt auf.

Sind Schmerzen nach der Eizellentnahme normal?

Leichte Unterbauchschmerzen in den ersten Tagen nach der Eizellentnahme sind normal. Starke Schmerzen hingegen sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Was muss ich nach einer OPU (Eizellentnahme/ Punktion) beachten?

Ruhe und Erholung

  • Direkt nach dem Eingriff empfehlen wir den Rest des Tages ruhig zu verbringen, damit Sie sich von
    der Sedierung erholen können. Sie sollten sich nach dem Eingriff ausruhen und nicht sofort
    Aktivitäten mit körperlicher Anstrengung aufnehmen.

Vermeidung von anstrengenden Aktivitäten und Sport

  • Für 48 Stunden nach der Eizellentnahme sollten Sie anstrengende körperliche Aktivitäten und Sport
    vermeiden.

Schmerzkontrolle

  • Es ist normal, nach dem Eingriff leichte bis mäßige Schmerzen oder Krämpfe zu haben. Sie können in
    der Regel Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol verwenden, um die Beschwerden zu
    lindern.

Beobachtung von Symptomen

  • Bitte achten Sie auf folgende Symptome, die auf mögliche Komplikationen hinweisen könnten:
  • Starke unerträgliche Bauchschmerzen oder Krämpfe
  • Fieber, Schüttelfrost
  • Starke plötzliche Blutungen oder schwerer Schwindel
  • Sollten bei Ihnen diese Beschwerden auftreten und sich trotz Medikamenteneinnahme nicht bessern,
    melden Sie sich bitte bei uns oder melden Sie sich in einem nahegelegenen Spital. Ausserhalb der Sprechstundenzeiten steht Ihnen das Diensttelefon
    079 552 05 31 zur Verfügung. Wir haben keinen Notfalldienst.

Weitere Medikamenteneinnahme

Hängt von der Behandlung ab- und wird jeweils von Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt festgelegt. Wenn nicht anders verordnet, dann typiicherweise wie folgt:

  • Geplanter frischer Embryotransfer: die Lutealphase wird mit Utrogestan 200 mg vaginal 1-1-1 bis
    zum Schwangerschaftstest unterstützt.
  • Planung einer Double Stimulation: die Lutealphase wird mit Utrogestan 200 mg 1 (vaginal)-0-1 (oral)
    bis zur Nachkontrolle unterstützt
  • Falls bereits eine Double Simulation durchgeführt wurde und nun die zweite Eizellentnahme
    stattfand, muss kein weiteres Utrogestan angewendet werden und eine vaginale Blutung (Periode)
    wird in den nächsten Tagen starten.
  • Wenn Sie kein Utrogestan nehmen, wird einige Tage nach der Punktion eine Periode einsetzen.

Informationen vom Labor

  • Am Tag der Eizellentnahme erfahren Sie vom Labor, wie viele reife Eizellen entnommen werden
    konnten. Wenn eine Befruchtung der Eizellen stattfindet, werden Sie am Tag nach der
    Eizellentnahme darüber informiert, bei wie vielen Eizellen die Befruchtung geklappt hat. Im
    Anschluss werden Sie nach 5 oder 6 Tagen über die Anzahl Embryonen informiert, welche
    kryokonserviert werden konnten.

Frischer Embryotransfer

  • Wenn bei Ihnen ein frischer Embryotransfer geplant ist, bekommen sie direkt den Termin für den
    Embryotransfer. Bitte kommen zum Termin mit einer vollen Harnblase.

Kontrolle nach dem Eingriff

  • "In der Regel" 3-7 Tage nach der Eizellentnahme werden wir eine Kontrolle durchführen.

Notfälle

  • Bei dringlichen Fragen steht Ihnen weiter unser Diensttelefon zur Verfügung:
  • +41 79 552 05 31

Welche Beschwerden sind nicht normal?

Bitte kontaktieren Sie uns bei:

  • starken oder unerträglichen Bauchschmerzen
  • Fieber oder Schüttelfrost
  • starken plötzlichen Blutungen
  • schwerem Schwindel

Ausserhalb der Sprechzeiten erreichen Sie das Dienststelefon unter +41 79 552 05 31 oder wenden Sie
sich an ein nahegelegenes Spital.

Muss ich nach der Eizellentnahme weiterhin Medikamente einnehmen?

Die weitere Medikamenteneinnahme hängt von Ihrer Behandlung ab:

  • Bei geplantem frischem Embryotransfer erfolgt die Unterstützung der Lutealphase mit Utrogestan 200
    mg vaginal morgens, mittags und abends bis zum Schwangerschaftstest.
  • Bei geplanter Double Stimulation nehmen Sie Utrogestan 200 mg morgens vaginal und abends oral ein
    - bis zur Nachkontrolle.
  • Nach der zweiten Eizellentnahme bei einer Double Stimulation ist kein weiteres Utrogestan notwendig.
    Die Menstruation beginnt in den nächsten Tagen.
  • Wenn kein Utrogestan eingenommen wird, tritt einige Tage nach der Eizellentnahme die Periode ein.

Gibt es eine Kontrolle nach der Eizellenentnahme?

Ja. In der Regel haben Sie einen Kontrolltermin 3 bis 7 Tage nach der Eizellentnahme.

Was ist ein Überstimulationssyndrom?

Das Überstimulationssyndrom ist eine Komplikation, die nach einer ovariellen Stimulation für eine IVF-Therapie auftritt. Typischerweise beginnen ein paar Tagen nach der Eizellentnahme starke Schmerzen im Unterbauch. Der Bauch ist gebläht, tiefes Einatmen kann schwierig sein und die Harnmenge nimmt ab. Wenn eine Schwangerschaft eintritt, verschlimmern sich die Symptome. Bereits während der Stimulation kann man erkennen, ob es zu einem Überstimulationssyndrom kommen könnte. Es wachsen dann nämlich sehr viele Eibläschen und die Östradiolkonzentration, die im Blut gemessen wird, steigt stark an. Sollte sich eine Überstimulation ankündigen, wird der Eisprung mit einem Medikament ausgelöst, das nur kurz wirksam ist. Alle Eizellen werden entnommen. Bei einer IVF-Therapie werden die Eizellen befruchtet und alle daraus entstehenden Embryonen werden eingefroren (freeze-all Strategie). Ein Embryotransfer findet nicht statt. Wenn man bei Ihnen viele Eizellen (mehr als 15 Eizellen) treten ähnliche, aber nicht so stark ausgeprägte Beschwerden auf und sie klingen nach einigen Tagen deutlich ab. Bei Unwohlsein und Sorgen können Sie sich in Randzeiten auch auf unserem Diensttelefon +41 79 5520531 melden.

Was ist eine double Stimulation?

Bei einer double Stimulation wird etwa eine Woche nach der Eizellentnahme eine zweite ovarielle Stimulation mit Eizellentnahme durchgeführt. Das Ziel ist mehr Eizellen zu gewinnen. Es gibt Studien, die zeigen, dass manchmal sogar mehr Eizellen in der zweiten Runde gewonnen werden können. Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob eine double Stimulation vorteilhaft wäre. Im Falle einer Double Stimulation kann kein frischer Embryotransfer durchgeführt werden.

Nach Operationen & Gebärmutterspiegelung

Was muss ich nach einer Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) beachten?

Nach einer Gebärmutterspiegelung sollten Sie einige wichtige Empfehlungen beachten: Verwenden Sie bei Blutungen keine Tampons, sondern ausschliesslich Binden. Verzichten Sie auf Vollbäder und Schwimmen, solange Blutungen bestehen; Duschen ist erlaubt. Geschlechtsverkehr sollte bei Blutungen oder Schmerzen vermieden werden. In den ersten 48 Stunden nach dem Eingriff sollten Sie keinen Sport treiben. Danach ist leichte Bewegung möglich – achten Sie dabei auf Ihre Körpersignale und stoppen Sie bei Schmerzen. Spätestens vier Wochen nach dem Eingriff sollten Sie einen Kontrolltermin bei Ihrer fertisuisse Ärztin oder Ihrem fertisuisse Arzt vereinbaren, um das weitere Vorgehen zu besprechen. In medizinischen Notfällen erreichen Sie uns via Diensttelefon unter die Nummer +41 79 552 05 31 oder wenden Sie sich an ein nahegelegenes Spital.

Warum muss ich bei manchen Eingriffen mit voller Blase kommen

Bei manchen Untersuchungen und Eingriffen, wie zum Beispiel eine Gebärmutterspiegelung, eine Biopsie der Gebärmutterschleimhaut oder ein Embryotransfer ist es besser eine volle Blase zu haben. Die volle Blase führt dazu, dass die Gebärmutter gestreckt wird. Der Urin in der Blase leitet Ultraschallwellen sehr gut, so dass man die Gebärmutter und die Gebärmutterhöhle viel besser sehen.

Frühschwangerschaft

Wie soll ich bei Blutungen vorgehen?

Leichte Blutungen nach einer Eizellentnahme oder nach einer Gebärmutterspiegelung sind häufig. Bei stärkeren Blutungen oder Blutungen während der Schwangerschaft kontaktieren Sie bitte umgehend unsere Praxis oder eine Notfallstation. Ausserhalb der Sprechstundenzeiten steht Ihnen das Diensttelefon +41 79 552 05 31 zur Verfügung. Wir haben keinen Notfalldienst.

In der Schwangerschaft ist es wichtig, Ihre Blutgruppe zu kennen. Am Anfang der Schwangerschaft sind schmerzlose Schmierblutungen bis leichte Blutungen häufig. Sie müssen sich deswegen keine Sorgen machen.

Was sind häufige Symptome in der Frühschwangerschaft?

Typische Symptome sind Müdigkeit, Brustspannen, leichtes Ziehen im Unterbauch, häufiges Wasserlassen, fehlende Menstruation, und Übelkeit.

Wieso gibt es in der Schwangerschaft so häufig Blutungen?

Circa eine Woche nach dem Eisprung nistet sich der Embryo in der Gebärmutterhöhle ein. Zu diesem Zeitpunkt und auch danach können leichte Schmierblutungen, meist rosa oder braun auftreten. Diese Blutungen werden oft als Einnistungsblutung bezeichnet. Starke Blutung wie bei einer Menstruation und Blutungen, die mit Schmerzen einhergehen müssen in der Schwangerschaft immer ärztlich abgeklärt werden. Schmerlose Schmierblutungen und leichte Blutungen in den ersten drei Monaten sind häufig und oft unbedenklich und müssen nicht notfallmässig abgeklärt werden, ausser wenn zusätzlich Unterbauchschmerzen auftreten.

Psychologische & ergänzende Begleitung

Gibt es psychologische Unterstützung während einer Behandlung, in der Schwangerschaft oder nach einer Fehlgeburt?

Ja. Eine Kinderwunschbehandlung kann emotional belastend sein. Unabhängig davon, wie die Schwangerschaft entstanden ist. Bei Bedarf unterstützen wir Sie gerne und organisieren einen Termin bei unserem psychologischen Team.

Darf ich begleitend TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) nutzen?

Ja. Wenn Sie bereits eine TCM-Behandlung machen, besprechen Sie den weiteren Bedarf mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten. Gerne empfehlen wir Ihnen auch erfahrene Fachpersonen mit Spezialisierung auf Reproduktionsmedizin.

Kosten & Krankenkasse

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der diagnostischen Untersuchungen zur Abklärung eines unerfüllten Kinderwunsches abzüglich des Selbstbehaltes. Als Ausnahme gilt die Bestimmung vom Anti-Müller-Hormon (AMH) , welches von Ihnen selbst bezahlt werden muss. Krankenkassen übernehmen in der Regel auch die Kosten für gewisse Therapien, ausser die IVF/ICSI- und social freezing- (Einfrieren von unbefruchteten Eizellen) Therapien. Ihre Ärztin/Ihr Arzt klärt im Vorfeld die Kostenübernahme durch die Krankenversicherung ab.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der diagnostischen Untersuchungen zur Abklärung eines unerfüllten Kinderwunsches abzüglich des Selbstbehaltes. Als Ausnahme gilt die Bestimmung vom Anti-Müller-Hormon (AMH) , welches von Ihnen selbst bezahlt werden muss. Krankenkassen übernehmen in der Regel auch die Kosten für gewisse Therapien, ausser die IVF/ICSI- und social freezing- (Einfrieren von unbefruchteten Eizellen) Therapien. Ihre Ärztin/Ihr Arzt klärt im Vorfeld die Kostenübernahme durch die Krankenversicherung ab.

Warum macht man eine Kostengutsprache für Inseminationstherapien?

Falls bei Ihnen intrauterine Inseminationstherapien geplant sind, wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt zuerst einen Antrag zur Kostengutsprache an Ihre Krankenversicherung schicken. In der Regel beantwortet die Versicherung den Antrag innerhalb von 3-4 Wochen. Sie bekommen dann eine Kopie des Briefes. In den meisten Fällen übernimmt die Krankenversicherung die Kosten. Manchmal fordern sie zusätzliche Untersuchungen an.
Es ist wichtig, dass Sie uns informieren, wenn Sie die Krankenversicherung ändern.

Social Freezing & Kryokonservierung

Können eingefrorene Eizellen später verwendet werden?

Ja. Im Rahmen gesetzlicher Vorgaben dürfen unbefruchtete Eizellen in der Schweiz eingefroren und für einen späteren Versuch verwendet werden. Die Lagerung erfolgt in unserem Zentrum unter streng kontrollierten Bedingungen.

Notfälle & Kontakt

Wann soll ich das Diensttelefon nutzen?

Wenn Sie nach einer Eizellentnahme unerwartet stark bluten, starke Schmerzen haben oder sich plötzlich schwach und schwindelig fühlen. Wenn Sie in der Frühschwangerschaft Blutungen haben, die so stark wie die Periodenblutung sind. Wenn Sie dringende Fragen haben, die nicht am folgenden Tag beantwortet werden können. Unser Diensttelefon +41 79 552 05 31 ist nicht 24h in Betrieb. Bei akuten Beschwerden oder in Notfällen sollten Sie Sich auf einer Notfallstation in Ihrer Nähe melden. 

Wann soll ich das Diensttelefon NICHT nutzen?

Um einen Termin abzumachen oder zu verschieben. Am besten schreiben Sie uns ein E-Mail - das ist auch am Wochenende oder am Abend möglich.

Wen kann ich im Notfall kontaktieren?

Bei dringenden Fragen oder Beschwerden erreichen Sie unser Diensttelefon unter: +41 79 552 05 31

Begriffe schnell erklärt

Was bedeutet eigentlich ICSI? Und was AMH? Unser kleines Wiki bietet fundiertes, verständlich aufbereitetes Wissen rund um die Diagnostik und Therapie in unserem fertisuisse Kinderwunschzentrum. Unser Ziel ist es, Transparenz und sprachliche Klarheit zu schaffen, Ängste zu nehmen und informierte Entscheidungen zu ermöglichen. Hierfür ist eine kurze Erläuterung von Fremdworten sinnvoll und notwendig.

AMH

Das Anti-Müller-Hormon (AMH), englisch Anti-Muellerian hormone (AMH) ist ein Proteohormon bzw. Glykoprotein, das eine Rolle in der sexuellen Differenzierung während der Embryonalentwicklung spielt. Mutationen im AMH-Gen sind für sexuelle Differenzierungsstörungen verantwortlich. AMH wird auch von den Eierstöcken produziert. Die Bestimmung der AMH Konzentration ist auch für die Evaluation der Ovarialreserve wichtig.

Anovulation

Unter Anovulation versteht man das Ausbleiben des Eisprungs (Ovulation) im weiblichen Zyklus. Man spricht in diesem Fall von einem  anovulatorischen Zyklus. Anovulatorische Zyklen kommen typischerweise beim PCO Syndrom vor aber auch bei einer Hyperprolaktinämie (zu hohe Prolaktinkonzentration im Blut). Störungen der Hypothalamus-Hypophysen-Ovar Achse führen ebenfalls häufig zu anovulatorischen Zyklen.Chronische Anovulation ist eine häufige Ursache für weibliche Unfruchtbarkeit.

Blastozystenstadium

Durch den medizinischen Fortschritt ist es möglich geworden, Embryonen bis zum Blastozystenstadium zu kultivieren. Meistens erreicht ein Embryo innerhalb von 5-6 Tagen das Blastozystenstadium. Die Schwangerschaftsrate ist höher, wenn ein Embryo im Blastozystenstadium übertragen wird.

Endometriose

Endometriose ist eine häufige, gutartige, oft schmerzhafte chronische Erkrankung von Frauen, bei welcher der Gebärmutterschleimhaut (dem Endometrium) ähnliches Gewebe ausserhalb der Gebärmutterhöhle (ektop) vorkommt.

Wie die normale Gebärmutterschleimhaut verändert sich auch das Endometriosegewebe während des Menstruationszyklus und kann Gewebeblutungen, Narbenbildung und Schmerzen bewirken. Die Endometriose tritt meist im unteren Bauch- bzw. Beckenraum auf, zum Beispiel auf der Gebärmutter oder den Eileitern. Häufig sind dabei die Eierstöcke ebenfalls betroffen. Ein Befall der Gebärmuttermuskulatur heißt Adenomyose (Adenomyosis uteri). Eine Ausbreitung auf die Scheidenwand und den Darm (Dickdarm) kommt vor. Selten wurde Endometriose in der Lunge, anderen inneren Organen und im Gehirn beschrieben. Endometriose kann eine Ursache von Unfruchtbarkeit bei Frauen sein. Die Ursachen für die Entstehung einer Endometriose sind bisher nicht völlig geklärt werden konnte, besteht keine Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung oder einer Vorbeugung. Die Behandlung der Erkrankung schließt schliesst die operative Entfernung oder Zerstörung der Herde sowie eine hormonelle Hemmung des Zyklus ein, um die Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens der Endometriose zu verringern. Eine vollständige Entfernung einer weit verteilten, diffusen Endometriose in der Gebärmutterwand (Adenomyose) kann nur durch eine Gebärmutterentfernung erreicht werden.

ICSI

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion

Die ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) ist die häufigste Methode einer künstlichen Befruchtung. Mit ihrer Hilfe haben auch Männer mit schweren Fruchtbarkeitsstörungen die Chance, ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Infertilität

Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht eine Unfruchtbarkeit (lat. Infertilität), wenn trotz regelmässigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs innerhalb eines Jahres keine Schwangerschaft eintritt.

IVF

In-Vitro-Fertilisation

Die IVF (In-Vitro-Fertilisation) ist eine Methode der künstlichen Befruchtung. Die „in vitro“ Befruchtung im Reagenzglas kam erstmals 1978 erfolgreich zur Anwendung. Einfach Eizellen und Samenzellen zusammenschütten, reicht aber nicht. Eine IVF-Behandlung besteht aus fein aufeinander abgestimmten Schritten.

OAT-Syndrom

Das OAT-Syndrom (Oligo-Astheno-Teratozoospermie-Syndrom) ist eine krankhafte Veränderung der Spermien. Hierbei sind zu wenig (oligo), zu gering bewegliche (astheno) und vermehrt fehlgeformte (terato) Spermien zu sehen. Es geht häufig mit männlicher Unfruchtbarkeit einher.

PID

Präimplantationsdiagnostik

Unter Präimplantationsdiagnostik versteht man die Untersuchung eines Embryos vor dem Transfer in die Gebärmutterhöhle. Beim PGS oder richtiger PGT-A werden die Anzahl und Verteilung der Chromosomen des Embryos untersucht. Beim PGT-M werden gezielt veränderte Gene, die zu schweren Erbkrankheiten führen, gesucht.

Für eine Präimplantationsdiagnostik muss eine künstliche Befruchtung durchgeführt werden. Nach der Entnahme der Eizellen und der Befruchtung werden die befruchteten Eizellen im Inkubator kultiviert. Wenn der Embryo anfängt zu schlüpfen (meistens nach 5-6 Tagen), werden einige Zellen aus der Hülle des Embryos entnommen (Trophektodermbiopsie). Die Hülle wird später zum Mutterkuchen. Diese Zellen werden genetisch untersucht. Bei Frauen, die älter als 37 Jahre alt sind, kann dadurch die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer und die Zeit bis zur Geburt eines Kindes verkürzt werden. Die Präimplantationsdiagnostik wird auch bei Paaren, deren Kinder von lebensbedrohenden Erbkrankheiten (monogene Erkrankungen) bedroht sind, eingesetzt.

Time-Lapse-Inkubator

Mit Hilfe des Time-lapse-Inkubators kann die Dynamik des Embryowachstums beurteilt werden. Bis zum Blastozystenstadium (fünf bis sechs Tage) wird jeder einzelne Emalle fünf Minuten fotografiert. So entsteht ein Zeitraffer-Film, der wertvolle Informationen zur Embryonalentwicklung liefert. Eine optimal verlaufende Entwicklung kann die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen. Die time-lapse Inkubation ist auch eine wichtige Voraussetzung zur Durchführung der Präimplantationsdiagnostik. Wenn der Embryo anfängt zu schlüpfen, werden einige Zellen aus der Hülle des Embryos entnommen (Trophektodermbiopsie). Die Hülle wird später zum Mutterkuchen. Diese Zellen werden genetisch untersucht. Bei Frauen, die älter als 37 Jahre alt sind, kann dadurch die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer und die Zeit bis zur Geburt eines Kindes verkürzt werden. Die Präimplantationsdiagnostik wird auch bei Paaren, deren Kinder von lebensbedrohenden Erbkrankheiten (monogene Erkrankungen) bedroht sind, eingesetzt.

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